Freiberuflichkeit

6 Schritte zum Freiberuflichen Texterleben

Bild1Letzte Woche erläuterte ich Was Du Tun Musst Bevor Du Als Freiberuflicher Texter Geld Verdienen Kannst: 1. von deinem Arbeitnehmer die Genehmigung zur Nebentätigkeit einholen, sowie 2. dein Unternehmen beim Rathaus anmelden um eine Steuernummer zu erhalten.

Dies kann einige Wochen in Anspruch nehmen, und erst dann darfst du deinen ersten Cent verdienen. Bis diese Dinge geklärt sind, musst du jedoch nicht herumsitzen und Däumchen drehen. Du kannst währendessen bereits einige andere Dinge vorbereiten.

 

1. Lege deine Nische fest

Für manche Freiberufler steht ihre Nische von Anfang fest, z.B. aufgrund von bisheriger beruflicher Erfahrung. Eine Nische zu haben hilft in so weit, dass man seine Expertise auf einem speziellen Themengebiet zur Verfügung stellen und immer weiter ausbauen kann. Experten werden auch bekanntermaßen mehr für ihre speziellen Kenntnisse bezahlt.

Wenn man jedoch nicht zu den Glücklichen zählt, denen ihre Nische von Anfang an bewusst ist, muss man trotzdem nicht leer ausgehen. Um am Anfang Erfahrung zu sammeln benötigst du nicht einmal eine Nische. Diese hilft dir eben später, mehr Geld zu verdienen als du es höchstwahrscheinlich als allgemeiner Texter schaffen könntest – sofern du eine Nische mit entsprechend großer Nachfrage gewählt hast.

Um deine Nische zu finden, stell dir die Frage: worin bist du Experte? Dies kann aus deinen beruflichen Erfahrungen, aber auch deinen Hobbys oder anderen Interessen hervorgehen. Vielleicht findest du auch eine interessante Kombination aus diesen Fachgebieten, die für eine bestimmte Lesergruppe interessant sein könnte.

Halt die Augen offen: Im nächsten Post werde ich näher darauf eingehen wie du deine Nische finden kannst.

 

2. Sammle bzw. verfasse Textmuster und Schreibproben

Deine potenziellen Kunden interessiert vor allem eines: wie gut du tatsächlich schreiben kannst, und ob dein Stil zu ihnen passt. Um dies herauszufinden werden sie dich nach Schreibproben fragen, bzw. solltest du diese in deiner Kontaktaufnahme selbstständig mit einfügen. Du kannst diese auch z.B. auf deiner Webseite oder Pinterest veröffentlichen. Doch zuerst musst du sammeln, was du hast, bzw. neue Texte erstellen.

Wenn du gerne schreibst, hast du vielleicht bereits einige Artikel verfasst, die du als Textmuster nutzen kannst – Beiträge von deinem eigenen Blog, Texte auf Webseiten die du für Freunde oder Familie verfasst hast, den ein oder anderen in der Zeitung oder Online-Magazinen veröffentlichten Artikel, und und und.

Wenn du keine solchen Artikel vorliegen hast, keine Sorge – schreibe einfach ein paar. Am Besten in deiner gewählten Nische, wenn du dich schon auf eine festlegen konntest. Brainstorme ein paar Themen, und schreib drauf los.

 

3. Erstelle deine eigene Website

Ebenso wie die Nische ist eine Website für den Anfang nicht unbedingt notwendig, aber dennoch empfehlenswert. Sie ist Anlaufstelle für deine Informationen, Angebote und Kontaktdaten, sowie deine gesammelten Schreibproben.

Bei WordPress z.B. kannst du dir umsonst, schnell und relativ einfach eine kleine Website oder Blog mit den nötigsten Seiten erstellen, und darauf deine Texmuster zur Schau stellen.

 

4. Informiere dich über Fördergelder

Erkundige dich nach Fördergeldern für Existenzgründer sowohl bei der Bundesagentur für Arbeit, als auch bei deiner Bank. Bei der Bundesagentur für Arbeit kannst du z.B. den Gründerzuschuss beantragen. Banken und Sparkassen bieten oft öffentliche Förderprogramme an.

Als Werbetexter halten sich deine Gründungskosten meist auf sehr geringem Niveau, aber Fördergelder können trotzdem vor allem am Anfang eine große Unterstützung sein. Allerdings sind sie auch nicht unbedingt einfach zu bekommen. Frühzeitig drum Kümmern lautet also die Devise.

Da ich in diesem Thema bei Weitem kein Experte bin, überlasse ich weitere Informationen dem Karriere Spiegel, bzw. wie gesagt ihrer zuständigen Bundesagentur für Arbeit und/oder Bank.

 

4. Schließe die notwendigen Versicherungen ab

Auch in diesem Thema bin ich noch lange kein Experte, aber eines steht fest: die Kranken- und Rentenversicherungspflicht gilt auch für Freiberufler. Auch eine Unfallversicherung muss für die meisten Freiberufler pflichtmäßig abgeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es für Freiberufler noch einige freiwillige betriebliche Versicherungen. Anbei noch ein paar Anmerkungen aus meinen Recherchen.

Solange du hauptberuflich als Angestellter arbeitest, übernimmt dein Arbeitgeber weiterhin anteilig deine Krankenversicherung. Sobald du aber in Vollzeit als Freiberufler einsteigst musst du vollumfänglich für deine Krankenversicherung aufkommen. Den Umstieg musst du deiner Krankenversicherung melden, vor allem wenn du gesetzlich versichert bist und dabei bleiben möchtest. Das Fenster in dem du dich als Freiberufler gesetzlich versichern lassen kannst beträgt nur ein paar Monate.

Für freiberufliche Künstler und Publizisten gilt eine besondere Versicherungspflicht: die Anmeldung für eine Künstlersozialversicherung über die Künstlersozialkasse. Die Künstlersozialkasse bezuschusst dabei die Beiträge ihrer Mitglieder ähnlich wie der Arbeitgeber in einem Angestelltenverhältnis. Der Monatsbeitrag hängt hierbei von der Höhe des Einkommens ab und wird auf Basis des Jahreseinkommens errechnet. Das bedeutet bei geringem Einkommen auch geringe Beiträge; wenn dein Einkommen jedoch steigt, steigen eben auch die Beiträge.

Ich recherchiere aktuell, ob für Texter andere Möglichkeiten neben der Künstlersozialkasse bestehen und werde gegebenenfalls auf diesem Blog darüber berichten.

Weitere Infos zum Thema Versicherungen für Freiberufler findest du auf Für-Gründer.de.

 

5. Suche ein passendes Rechnungs- / Buchhaltungsprogramm aus

Sobald du vom Finanzamt eine Steuernummer bekommen hast, kannst du mit dem Geld verdienen loslegen. Um einen Überblick über deine Angebote, Aufträge, Kunden und Rechnungen zu verschaffen bzw. zu behalten, lohnt es sich ein Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm zuzulegen. Vielleicht kannst du vorher schon festlegen oder herausfinden, welches der vielfältigen auf dem Markt erhältlichen Produkte mit vielen unterschiedlichen Features am Besten zu dir passt.

Mein Steuerberater hat mir hierfür Collmex oder Fastbill empfohlen, beide kostenpflichtig. Andere Programme sowie einen Vergleich derselbigen findest du z.B. auf Rechnungsprogramme im Test. Mein ideales Programm muss ich selbst auch noch für mich ausfindig machen.

 

6. Erstelle eine Liste potentieller Kunden

Auch wenn du noch keine Steuernummer hast und demnach noch kein Geld verdienst, kannst du dennoch bereits das Internet nach potentiellen Kunden durchkämmen. Suche nach Bloggern oder Firmen in deiner Nische oder deinem Interessensgebiet, die in irgendeiner Weise Texte veröffentlichen.

Nimm per Email oder telefonisch Kontakt zu ihnen auf und biete deinen Service als Texter an. Füge hier Informationen über dich als Texter sowie ein paar deiner gesammelten Textproben oder Links dazu mit ein – je näher am Interessensbereich des potentiellen Kunden, desto besser.

Wie ein solches Anschreiben an einen potentiellen Kunden aussehen kann werde ich in einem zukünftigen Blog Post näher erläutern.

 


Auch wenn du noch auf deine Steuernummer wartest, kannst du bereits mit den anderen notwendigen Vorbereitungen für dein freiberufliches Texter-Dasein durchstarten. Wenn dir weitere Punkte einfallen, würde ich mich über deinen Input in den Comments freuen. 

 

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