Freiberuflichkeit · Geld Verdienen

Einstieg als Freiberufler – Neben- oder Hauptberuflich?

mgbq17cx9fEs braucht Zeit, ein freiberufliches Unternehmen erfolgreich aufzubauen, vor allem wenn man bei Null anfängt. Werbetexten kann ein guter Weg sein, in die Freiberuflichkeit einzusteigen, da es möglich ist parallel zum Hauptberuf zu starten. Man baut nebenher Kontakte auf, gewinnt an Erfahrung und Kunden, und kann sich einen Namen machen, alles während man noch sicher ein Dach über dem Kopf und Essen im Bauch hat.
Momentan habe ich wenig Kontakte, Erfahrung und Kunden. Ich würde liebend gerne meinen Hauptberuf an den Nagel hängen und gleich hauptberuflich in Vollzeit als freiberufliche Werbetexterin loslegen. Aber ich bin auch Realistin. Mir ist klar, dass ich in den ersten Monaten viel Geld verdienen werde – wenn überhaupt. Schon gar nicht genug, um meine Rechnungen zu bezahlen. Wenn möglich, möchte ich es vermeiden, Schulden aufzubauen.

Klar, es gibt Arbeitslosengeld, aber dieses unterliegt bei Selbstkündigung des Arbeitnehmers einer 12-wöchigen Sperrfirst – d.h. die ersten 3 Monate nachdem du deinen Job kündigst, musst du ohne Arbeitslosengeld über die Runden kommen.

Wenn du also überlegst, ob du haupt- oder nebenberuflich als Freiberufler einsteigen solltest, musst du auf jeden Fall zwei Fragen beantworten:

1. Wie viel Geld hast du angespart?
2. Was sind deine monatlichen fixen Ausgaben?

Die Antworten auf diese Fragen werden dir verraten, wie schnell du genug Geld verdienen müsstest um diese Fixkosten zu decken bevor deine Ersparnisse aufgebraucht sind.


Sagen wir als Besipiel, du hast 10.000€ angespart. Deine monatlichen Fixkosten betragen 2.000€ (inklusive Steuern. Vergiss niemals, die Steuern mit einzurechnen!). Dies bedeutet zwei Dinge:

1. Du würdest 5 Monate mit deinen Ersparnissen über die Runden kommen (angenommen du hast in dieser Zeit absolut kein Einkommen jeglicher Art).

2. Du hast mindestens 5 Monate Zeit um auf ein Einkommen von 2.000€ im Monat zu kommen (je mehr du ab dem ersten Monat verdienst, desto weiter verlängert sich dieser Zeitraum nach hinten).

Darin einberechnet sind nun aber keine unvorhersehbaren Ausgaben, wie z.B. Reparaturen an Autos und Haus, Arztrechnungen, oder der ärgerliche Preisanstieg für deinen täglichen Caramel Macchiato bei Starbucks.


Natürlich befindet sich nicht jeder von uns in der luxuriösen Situation, überhaupt nebenberuflich zum Hauptjob einsteigen zu können. Oder dein Arbeitgeber erlaubt es dir nicht, dir ein Nebeneinkommen zu verdienen (nicht üblich, aber möglich). In manchen Fällen wird dir die Entscheidung also abgenommen – alles oder nichts.

Am Ende ist es natürlich deine Entscheidung. Aber wenn du die Wahl hast, schlage ich vor die Entscheidung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, und die Freiberuflichkeit neben deinem ‘sicheren’ Job erst auszutesten, bevor du den Sprung ins tiefe Wasser wagst.

 


Was ist mit dir? Wie bist du eingestiegen, und warum hast du dich dafür entschieden? Was sind deine Pläne oder Erfahrungen? Berichte uns davon in den Comments. 

 

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